Der diesjährige Dental Innovation Award der Stiftung Innovative Zahnmedizin wurde wiederum unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung auf dem 4. Gemeinschaftskongress der zahnmedizinischen Fachgesellschaften in Berlin vergeben. Die diesjährige Jury, bestehend aus Univ.-Prof. Dr. R. Hickel (München), Univ.-Prof. Dr. C. Splieth (Greifswald) und Univ.-Prof. Dr. S. Paris (Berlin), befand vier Einsendungen als preiswürdig.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel, Dr. Jana Ripperger, PD Dr. Marcel Reymus, Dr. Nils Werner, Dr. Thierry Werren, Milena Flurina Defila, Prof. Dr. Sebastian Paris (Quelle: DGZ)
In der Kategorie „Fallbericht einer minimal-invasiven Kariestherapie“ wurden zwei 1. Preise (jeweils 2500 €) und ein 2. Preis vergeben. Der erste Preis ging zum einen an Dr. Thierry Werren (Klinik für Zahnerhaltung, Universität Bern, Schweiz) für die „Minimalinvasive Gesamtsanierung bei einem Angstpatienten“. Hierbei wurden direkte und indirekte Restaurationstechniken kombiniert, um möglichst zahnhartsubstanzschonend, aber dennoch ästhetisch ansprechend diese schwierige Situation zu meistern. Zum anderen an Dr. Jana Ripperger (Poliklinik für Zahnerhaltung, Eberhard-Karls-Universität Tübingen) für ein „risikoorientiertes Kariesmanagement einer jungen Patientin mit kardialer Grunderkrankung“. Hierbei wurden multiple Kompositfüllungen inseriert, nicht-kavitierte kariöse Läsionen jedoch mit der Technik der Kariesinfiltration unter maximaler Schmelzschonung behandelt. Der 2.Preis ging an Zahnärztin Milena Flurina Defila (Universität Bern, Schweiz) für die „Minimalinvasive ästhetische Frontzahnsanierung im Studentenkurs“ (2000 €). Zum Behandlungszeitpunkt war die Preisträgerin im 5. Studienjahr und überzeugte die Jury mit einer ästhetisch hochwertigen Versorgung.
In der Kategorie „Innovative Idee / Erfindung“ wurden PD Dr. M. Reymus und Dr. Nils Werner (Poliklinik für Zahnerhaltung, Ludwigs-Maximilian-Universität München) für ihr Projekt „StewardDent – Evidenzbasierte Antibiotikaverschreibung durch KI-Agenten-basierte APP“ ausgezeichnet (3000 €). Diese gibt in Sekundenschnelle eine leitliniengerechte Empfehlung, ob eine Antibiotikagabe im individuellen klinischen Fall indiziert ist und greift nur auf wissenschaftlich gesicherte Referenzen zurück.
Auch im nächsten Jahr werden in den beiden prämierten Kategorien sowie für „Innovationen aus der Praxis“ Preise vergeben. Die Bewerbungsfrist ist der 15.8.2026, die Preisvergabefindet im Rahmen der 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung vom 17.-19. September 2026 in Heidelberg statt.





