Sechs Tage voller Sport, Begegnungen und gelebter Inklusion: Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, wie selbstverständlich Teilhabe sein kann. Vom 15. bis 20. Juni rangen mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partnerinnen und Partner in 27 Sportarten um die Medaillen. Die Stiftung Innovative Zahnmedizin (SIZ) unterstütze erneut das Gesundheitsprogramm Special Smiles®. „Für uns ist das mehr als die Förderung eines einzelnen Gesundheitsangebots. Unser Anspruch ist es, zahnmedizinische Prävention für Menschen mit geistiger Behinderung besser zugänglich zu machen und zugleich das Bewusstsein für ihre besonderen Anforderungen in der Versorgung zu stärken“, sagt Professor Hendrik Meyer-Lückel, Vorstand der Stiftung Innovative Zahnmedizin.
Das Interesse an Special Smiles® war groß. 455 Teilnehmende ließen sich kostenlos beraten und untersuchen. Mehr als 30 Zahnärztinnen und Zahnärzte, zahnmedizinische Fachkräfte sowie Zahnmedizinstudierende waren daran beteiligt. Zum Angebot gehörten praktische Übungen zum richtigen Zähneputzen, eine Plaque-Diagnostik, individuelle Hinweise zur Mundhygiene und Informationen in Leichter Sprache. Anschließend erfolgte die zahnmedizinische Untersuchung. Bei Bedarf wurde eine Weiterbehandlung in der eigenen Zahnarztpraxis empfohlen.
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig solche niedrigschwelligen Angebote sind: Bei 41,9 Prozent der untersuchten Athletinnen und Athleten wurden Anzeichen für Zahnfleischentzündungen festgestellt. Bei 35,9 Prozent fehlten ein oder mehrere nicht ersetzte Zähne, 17,1 Prozent hatten unbehandelte Karies. 3,9 Prozent berichteten über Schmerzen im Mundbereich. Mehr als jeder vierten untersuchten Person wurde eine zahnmedizinische Weiterbehandlung empfohlen, bei knapp jeder zehnten Person sogar dringend.
Special Smiles® verbindet konkrete Prävention mit der frühzeitigen Erkennung von Behandlungsbedarf und stärkt zugleich die Gesundheitskompetenz der Athletinnen und Athleten. Die Stiftung Innovative Zahnmedizin unterstützt das Programm inzwischen seit elf Jahren und trägt so dazu bei, die Zahn- und Mundgesundheit für Menschen mit geistiger Behinderung nachhaltig zu fördern.
Text: Daniela Schmidt
Foto: Sascha Klahn







