Orale Verdickungsmittel erhöhen Kariesrisiko bei Patienten mit Schluckstörungen

Viele ältere Erwachsene und Menschen mit neurologischen Erkrankungen leiden unter einer oropharyngealen Dysphagie und bekommen orale Verdickungsmittel. Diese können die Entstehung von Karies begünstigen, ergab eine Pilotstudie. Zwar schnitten die getesteten Produkte besser ab als eine Glukoselösung – bei häufigem Einsatz könnten sie die Mundgesundheit dennoch belasten. Umso wichtiger sind Produktauswahl und konsequente Präventionsmaßnahmen. Dysphagie…

Dental Innovation Award 2025: Innovative Konzepte für die Zahnerhaltung ausgezeichnet

Mit dem Dental Innovation Award 2025 würdigt die Stiftung Innovative Zahnmedizin erneut herausragende Konzepte und Fallpräsentationen in der modernen Zahnerhaltung. Dieses Mal prämierte die Jury die Arbeiten von Dr. Thierry Werren, Dr. Jana Rippberger, Milena Flurina Defila sowie Privatdozent Marcel Reymus und Dr. Nils Werner. SIZ-Vorstand Prof. Hendrik Meyer-Lückel sowie SIZ-Beirat und Präsident der Deutschen…

Was tun bei White Spots?

White Spots lassen sich mittels Infiltration von niedrigviskösem, lichthärtendem Kunststoff (Icon®) substanzschonend behandeln. Aktuelle Fallberichte deuten darauf hin, dass eine verlängerte Ätz- und/oder Infiltrationszeiten zu einer Optimierung des ästhetischen Ergebnisses beitragen können. Als White Spots werden häufig verschiedene Schmelzopazitäten mit einem breiten ätiologischen Spektrum zusammengefasst: von initialkariösen Läsionen über entwicklungsbedingte Schmelzveränderungen wie Fluorose und Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation…

Karies und adhäsive Restauration: Welches Dentin muss wirklich weg?

Für die minimalinvasive Kariesexkavation liefert eine neue Studie wichtige Erkenntnisse: Es reicht, bakteriell stark kontaminiertes Dentin selektiv zu entfernen, um einen zuverlässigen adhäsiven Verbund mit der Restauration zu erzielen. Das bewusste Belassen von schwach kariösem Dentin stellt weder ein Haftungs- noch ein Qualitätsrisiko dar, sondern kann dazu beitragen, die Pulpa zu schonen. In der Kariestherapie…

Barrieren abbauen: Patienten mit Einschränkungen sensibel begleiten

Die Gesellschaft altert. Ein professioneller Umgang mit Patientinnen und Patienten mit körperlichen Einschränkungen beginnt mit Wahrnehmung und Respekt. Zudem schaffen schon kleine Anpassungen im Praxisalltag Vertrauen und Sicherheit – patientenzentrierte Zahnmedizin bedeutet, individuelle Lösungen zu finden. Mehr Sensibilität fördert auch das Miteinander im Team. Aufgrund des demografischen Wandels ist die zahnärztliche Versorgung von Menschen mit…

Kreidezähne bei Kindern: Weniger Fälle, aber weiterhin relevant

Rund 15 Prozent der 12-Jährigen in Deutschland sind von einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) betroffen. Das zeigt die neue Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6). Auffällig ist, dass mehr Jungen und Kinder aus höheren Bildungsschichten darunter leiden. Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation spielt in der zahnärztlichen Praxis eine relevante Rolle (1). Charakteristisch sind abgegrenzte Opazitäten an den ersten bleibenden Molaren mit oder…

Mehr Vitalerhaltung wagen – auch bei irreversibel pulpitischen Beschwerden!

Akute Zahnschmerzen bedeuten nicht automatisch das Aus für die Pulpa. Moderne Konzepte zeigen: Auch bei klassisch als „irreversibel“ eingestuften pulpitischen Beschwerden lässt sich die Wurzelpulpa häufig vital erhalten – mit der vollständigen Pulpotomie als ernstzunehmender Alternative zur Wurzelkanalbehandlung. Pulpitische Beschwerden verursachen einen großen Teil der zahnärztlichen Notfallbehandlungen. In der klinischen Diagnostik versucht man, zwischen reversibler…

Mehr als ein Blick: Kariesdiagnosik nach internationalen Standards

Bei der Kariesdiagnostik kommt es darauf an, Läsionen sowohl zu erkennen als auch ihre Aktivität zu beurteilen. Internationale Fachgesellschaften bündeln praxistaugliche Empfehlungen – und berücksichtigen auch Aspekte, die in der klinischen Praxis zu kurz kommen. Im vergangenen Jahr haben die Weltorganisation für Kariesforschung (ORCA) und der Europäische Dachverband für Konservierende Zahnheilkunde (EFCD) ihre Empfehlungen zur…

Säurebedingte Zahnschäden im Milchgebiss: Welche Risikofaktoren sollten Eltern und Zahnärzte kennen?

Schon kleine Zähne brauchen großen Schutz: Säurebedingte Zahnschäden, also Erosionen, treten auch im Milchgebiss häufig auf. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Rolle saure Getränke, Reflux und Essgewohnheiten dabei spielen. Erosive Schäden der Zahnhartsubstanz sind definiert als fortschreitender Verlust der Zahnhartsubstanz. Grund dafür ist ein chemo-mechanischer Prozess, bei dem die direkte Säureeinwirkung im Vordergrund steht (1).…

Angst im weißen Kittel: Wenn Ärzte den Zahnarzt meiden

Zahnarztangst betrifft auch viele Ärzte. Nur zehn Prozent sind angstfrei, wie eine Studie zeigt. Negative Erfahrungen und orale Beschwerden verstärken die Angst und beeinflussen das eigene Gesundheitsverhalten. Das kann auch die Aufklärung von Patienten beeinträchtigen und sollte daher ernst genommen werden. Trotz Fortschritten bei den zahnmedizinischen Instrumenten und Behandlungsmöglichkeiten sind Zahnarztangst und Angst in der…