Kreidezähne bei Kindern: Weniger Fälle, aber weiterhin relevant

Rund 15 Prozent der 12-Jährigen in Deutschland sind von einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) betroffen. Das zeigt die neue Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6). Auffällig ist, dass mehr Jungen und Kinder aus höheren Bildungsschichten darunter leiden. Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation spielt in der zahnärztlichen Praxis eine relevante Rolle (1). Charakteristisch sind abgegrenzte Opazitäten an den ersten bleibenden Molaren mit oder…

Mehr Vitalerhaltung wagen – auch bei irreversibel pulpitischen Beschwerden!

Akute Zahnschmerzen bedeuten nicht automatisch das Aus für die Pulpa. Moderne Konzepte zeigen: Auch bei klassisch als „irreversibel“ eingestuften pulpitischen Beschwerden lässt sich die Wurzelpulpa häufig vital erhalten – mit der vollständigen Pulpotomie als ernstzunehmender Alternative zur Wurzelkanalbehandlung. Pulpitische Beschwerden verursachen einen großen Teil der zahnärztlichen Notfallbehandlungen. In der klinischen Diagnostik versucht man, zwischen reversibler…

Mehr als ein Blick: Kariesdiagnosik nach internationalen Standards

Bei der Kariesdiagnostik kommt es darauf an, Läsionen sowohl zu erkennen als auch ihre Aktivität zu beurteilen. Internationale Fachgesellschaften bündeln praxistaugliche Empfehlungen – und berücksichtigen auch Aspekte, die in der klinischen Praxis zu kurz kommen. Im vergangenen Jahr haben die Weltorganisation für Kariesforschung (ORCA) und der Europäische Dachverband für Konservierende Zahnheilkunde (EFCD) ihre Empfehlungen zur…

14. Dental Innovation Award 2025

Der diesjährige Dental Innovation Award der Stiftung Innovative Zahnmedizin wurde wiederum unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung auf dem 4. Gemeinschaftskongress der zahnmedizinischen Fachgesellschaften in Berlin vergeben. Die diesjährige Jury, bestehend aus Univ.-Prof. Dr. R. Hickel (München), Univ.-Prof. Dr. C. Splieth (Greifswald) und Univ.-Prof. Dr. S. Paris (Berlin), befand vier Einsendungen als preiswürdig.…

Säurebedingte Zahnschäden im Milchgebiss: Welche Risikofaktoren sollten Eltern und Zahnärzte kennen?

Schon kleine Zähne brauchen großen Schutz: Säurebedingte Zahnschäden, also Erosionen, treten auch im Milchgebiss häufig auf. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Rolle saure Getränke, Reflux und Essgewohnheiten dabei spielen. Erosive Schäden der Zahnhartsubstanz sind definiert als fortschreitender Verlust der Zahnhartsubstanz. Grund dafür ist ein chemo-mechanischer Prozess, bei dem die direkte Säureeinwirkung im Vordergrund steht (1).…

Angst im weißen Kittel: Wenn Ärzte den Zahnarzt meiden

Zahnarztangst betrifft auch viele Ärzte. Nur zehn Prozent sind angstfrei, wie eine Studie zeigt. Negative Erfahrungen und orale Beschwerden verstärken die Angst und beeinflussen das eigene Gesundheitsverhalten. Das kann auch die Aufklärung von Patienten beeinträchtigen und sollte daher ernst genommen werden. Trotz Fortschritten bei den zahnmedizinischen Instrumenten und Behandlungsmöglichkeiten sind Zahnarztangst und Angst in der…

There is glory in prevention!

Mit Spannung wurden die Ergebnisse der 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS) erwartet – und sie liefern erfreuliche Nachrichten: Die Mundgesundheit in Deutschland ist auf einem klaren Aufwärtstrend. Präventionsmaßnahmen und eine zunehmend minimalinvasive Zahnmedizin spielen dabei eine zentrale Rolle und zeigen, wie wirksam moderne Konzepte in der zahnärztlichen Versorgung sind. Etwa alle zehn Jahre wird die orale…

Silberdiaminefluorid: die Wunderwaffe für alle kariösen Läsionen?

Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass SDF (Silberdiaminfluorid) wirksam ist, um Defekte bei frühkindlicher Karies, Wurzelkaries und möglicherweise auch bei nicht-kavitierter Approximalkaries zu stoppen. Es scheint daher an der Zeit, den Einsatz von SDF zur Kariestherapie auch in Deutschland als realistische Therapiealternative zu betrachten. Denn zum einen wirkt die Fluoridkomponente remineralisierend und zum anderen verhindert…

Die Überzeugungen der Eltern zur Mundgesundheit beeinflussen die Zahngesundheit ihrer Kinder

Die Plaque- und Gingivitisbefunde von Kindern und Eltern zeigen eine auffällig starke Verbindung zueinander. Besonders bemerkenswert ist: Je stärker die Eltern davon überzeugt sind, durch Eigeninitiative die Zahngesundheit beeinflussen zu können, desto besser ist die Mundhygiene ihrer Kinder. Diese Studienergebnisse aus einer Hamburger zahnärztlichen Praxis unterstreichen, wie wichtig Wissensvermittlung und frühes praktisches Training der Mundhygiene…